Geschichte - TSV 1907 Odenhausen

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Geschichte

Verein
 
Die Chronik des TSV 1907 Odenhausen/Lahn e. V.

Im Frühjahr 1907 trafen sich einige beherzte Männer, um zum Zwecke der Leibesertüchtigung und der Gesellschaft einen Turn- und Sportverein zu gründen.
Noch bekannte Gründungsmitglieder waren:
Heinrich Bastian - Gottfried Bechthold - Georg Henkel - Gottfried Henkel -
Christian Hirschhäuser - Heinrich Hirschhäuser - Christian Karber -
Heinrich Karber - Ludwig Karber - Christian Kraft - Ludwig Kraft -
Johann Kremer - Ludwig Schwarz - Christian Speier - Gottfried Speier - Ludwig Speier - Wilhelm Wagner - Ludwig Will

Diese Männer gingen mit viel Idealismus ans Werk und haben den Grundstein gelegt für den heutigen modernen Verein.

Seit 1910 besitzt der Verein eine eigene Fahne. Der TSV tritt dem Turngau „Lahn - Dünsberg" bei und hat leider nach kurzer Anlaufzeit den 1. Weltkrieg 1914 - 1918 zu überstehen, dem einige Mitglieder zum Opfer fallen.
In den Anfängen der 20er Jahre lebt das Vereinsgeschehen wieder auf. Um die finanzielle Lage zu festigen wird eine Theatergruppe gegründet, die mit ihren Laienspielen das kulturelle Leben im Ort bereichert.
In den Wirren der 30-er Jahre werden die freien Turn- und Sportvereine verboten und in den Reichsbund für Leibesübungen neu geordnet. Der Verein trägt von nun an den Namen „Arbeiterturnerschaft". Aus dem Jahr 1932 stammt auch das älteste noch erhaltene Protokoll einer Generalversammlung.


Im Jahre 1933 schließen sich der Turnverein mit dem Gesangverein zusammen und nennen sich fortan Turn- und Gesangverein Odenhausen.
Nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1949 trennen sich die beiden Vereine, und der Turnverein nimmt wieder den alten Namen „Turn- und Sportverein 1907" an.


Nach dem 2. Weltkrieg waren es die Turnbrüder:
Philipp Weber - Wilhelm Zecher - Willi Schmiedel - Karl Steiß -
Heinrich Steiß - Ludwig Kraft - Wilhelm Karber - Wilhelm Hirschhäuser - Wilhelm Ott, die dem Verein zu neuem Leben verhalfen.

Am 15. Januar 1949 findet ein Wettkampf des Bezirkes Marburg in der Gaststätte Peter Koch statt. Hier werden auch bis Errichtung der Mehrzweckhalle die Übungsstunden abgehalten. Bei Ausscheidungswettkämpfen der Nachwuchsturner an den Geräten Reck, Barren, Pferd und Boden erreicht der damalige Jugendturner Gerhard Speier den 3. Rang. Der technische Leiter Willi Schmiedel führt die Siegerehrung durch.
Im gleichen Jahr gewinnt eine Turngemeinschaft Wißmar-Odenhausen einen Wettkampf gegen die Mannschaften von Krofdorf-Gleiberg und Heuchelheim. Bei den Hessischen Landesturnmeisterschaften gewinnen in ihren Wettkämpfen jeweils Willi Schmiedel, Gerhard Speier und Werner Zimmermann.
Um 1950 herum wird eine Fußballabteilung neu gegründet, die sich aber im Jahre 1952 vom TSV löst und anschließend als eigener Verein fungiert.   


Nach der „Trennung" widmet sich der TSV besonders dem Turnen, der Leichtathletik und dem Tischtennisspiel. Vom Deutschen Turnfest in Hamburg im Jahre 1953 kehren Willi Schmiedel, Gerhard Speier und Werner Zimmermann als Sieger zurück. Im gleichen Jahr wird der Turngau Mittelhessen gegründet. Willi Schmiedel ist hier als Gründungsmitglied zu nennen.
In einer außerordentlichen Generalversammlung des Jahres 1956 beschließt man in einer geheimen Abstimmung, einem Zusammenschluss der Kultur treibenden Vereine in Odenhausen beizutreten. Mehrere Arbeitseinsätze auf dem Sportplatz stehen ebenfalls auf dem Programm der Vereinsmitglieder.





1957 ist das Jahr des 50-jährigen Bestehens des Turn- und Sportvereins 1907 Odenhausen. Dieses Jubiläum wird mit einem Fest gebührend gefeiert. Dieses findet in Kochs Garten statt. Für den Festzug wird ein Spielmannszug verpflichtet. Das Festwochenende zu Pfingsten wird ein voller Erfolg. Zwei Sieger gibt es vom Deutschen Turnfest in München zu vermelden.
Die Tischtennisabteilung löst sich auf, und die beiden vorhandenen Platten werden -ohne Netze- an den Polizeisportverein Grün-Weiß Gießen gegen eine Miete verliehen.



Im Jahre 1958 wird der erste gemeinsame Familienabend mit dem Gesangverein Liederkranz veranstaltet. Dieser Familienabend wird nun regelmäßig bis zum Jahre 1994 von beiden Vereinen durchgeführt.

Das Hessische Landesturnfest findet 1960 in Wiesbaden statt. Theo Schleich, Friedhelm Kraft, Willi Schmiedel und Ulrich Reichelt gewinnen in ihren Wettkämpfen.

Im darauffolgenden Jahr wird in der Jahreshauptversammlung der Beschluss gefasst, durch Satzungsänderung von nun an den Vorstand nur noch alle zwei Jahre zu wählen. Bislang fanden jährlich Vorstandswahlen statt.

Zu dieser Zeit wird jedes Jahr im Sommer auf dem Sportplatz und im Winter in der Gaststätte Koch geturnt. So findet regelmäßig im Frühjahr ein Anturnen und im Spätsommer ein Abturnen statt.

Auf Initiative des TSV findet in Odenhausen erstmals ein „Orts- Turn- und Sporttag" im Jahr 1963 statt. Im Sommer trifft man sich sonntags zum Faustballspiel. Erfolgreiches Abschneiden der Turner wird vom Deutschen Turnfest in Essen berichtet.

Zum wiederholten Mal wird 1964 bemängelt, dass der Saal bei Kochs Peter für den Turnbetrieb zu klein wird.

Im Jahre 1967 wird der TSV 60 Jahre alt. In dieses Jahr fällt die Gründung einer Frauen - Gymnastikgruppe und der Gruppe „Männer mit Senioren", die bis heute sehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen.

Zum 60-jährigen Bestehen wird im August das Gaubergturnfest auf dem Altenberg zum zweiten Mal vom TSV veranstaltet. Hier sollte am Vorabend ein Kommersabend stattfinden. Nach den Wettkämpfen am Sonntag war ein Tanz geplant. Der Kommersabend wird jedoch wegen des tödlichen Unfalls eines Odenhausener Nachwuchsturners am 15. Mai in Homberg/Ohm auf den Herbst verlegt. Ein Pokal zu Ehren des verstorbenen Turners, Emmerich Szauter, wird vom Verein gestiftet und an den Turngau übergeben. Der Kommersabend zum Vereinsjubiläum wird im November im Saale der Gaststätte Koch ausgerichtet und mit einem Schauturnern der Gauriege durchgeführt. Ferner wird im August ein Kinder-Bergturnfest veranstaltet.

Grün-Weiß Gießen kündigt den Leihvertrag der Tischtennisplatten. 1969 wird über die Rückgabe der Platten an den TSV Kontakt zum Polizeisportverein aufgenommen.
Im Spätherbst 1967 wird die Mehrzweckhalle eingeweiht. Somit ist Raum und Platz geschaffen, den Übungsbetrieb besser gestalten zu können.
Im Jahre 1971 baut man die Dreschhalle an der Lahn ab, um sie am Altenberg neu zu errichten. Seither wird diese Halle für Vereinsveranstaltungen genutzt.

Im Jahr darauf richtet man auf dem Altenberg erstmals einen Jedermannswettkampf im Gerätturnen aus. Diese Veranstaltung wird auch die kommenden Jahre wiederholt.

In der letzten Vorstandssitzung des Jahres 1973 steht auf der Tagesordnung, dass über die Auflösung des Vereins bzw. die Fusion mit einem anderen Verein diskutiert werden solle, da die zeitliche Belastung für die wenigen Vorstandsmitglieder zu groß wird. Einstimmig entscheidet man sich dagegen.

1975 wird zum ersten mal an Christi Himmelfahrt unser Vereinswandertag durchgeführt.
In diesem Jahr wird Dirk Speier Norddeutscher Jugendmeister im Kunstturnen, nachdem er zuvor bereits Hessenmeister geworden war.

Zu einem turbulenten Jahr entwickelt sich 1976: In der Vorstandssitzung vom 17. Mai gibt der 1. Vorsitzende Walter Kraft bekannt, dass er von seinem Amt aus verschiedenen Gründen zurücktrete. Ferdinand Körber übernimmt bis zur kommenden Jahreshauptversammlung vorübergehend kommissarisch diese Position. Dirk Speier wird in die Junioren -Nationalmannschaft berufen.

Neuer 1. Vorsitzender im Jahr 1977 wird Willi Herzberger. Anlässlich des 70jährigen Vereinsjubiläums stellen sich die Gruppen des Vereins an einem „Werbeabend" vor. Anschließend wird zum Tanz aufgespielt.

Die leichtathletischen Anlagen auf dem Sportplatz werden im Jahre 1978 eingeweiht. Hierzu veranstaltet der TSV einen Leichtathletikwettkampf für die Sport treibenden

Vereine und Schulen in Lollar.
Unsere Leichtathletikabteilung wird im folgenden Jahr gegründet.
1980 führt man eine Mehrtagesfahrt nach Wien durch.

Im Jahre 1982 wird der Verein 75 Jahre alt. Im gleichen Jahr feiert die Freiwillige Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen. Somit feiert man gemeinsam ein großes Fest. Der TSV gestaltet am Samstag einen Kommersabend. Zum Programm tragen der Gesangverein, eine Rhönradgruppe, die Gauriege, unsere Mädchengruppe mit einer Bändergymnastik sowie eine gemischte Gruppe mit einem Bodenturnen bei. Am Sonntag zieht ein großer gemeinsamer Festzug durch das Dorf, der anschließend im Festzelt endet. Auch zum 75-jährigen Jubiläum findet das Gaubergfest wieder in Odenhausen auf dem Altenberg statt.


Eine TSV-Mannschaft erreicht in der Landesliga II der Saison 1983 den 3. Rang. Das Deutsche Turnfest in Frankfurt wird besucht.

Ein Jahr später fährt man für einige Tage nach Admont.

Die Landesligamannschaft erreicht 1985, das Jahr des Hess. Landesturnfestes in Fulda, das Halbfinale im Hessenpokal, im Jahr des 80jährigen Bestehens des Vereins gelingt sogar der Aufstieg in die Landesliga I.

Zum Jubiläum wird nach der Jahreshauptversammlung ein Festakt mit anschließendem Tanz ausgerichtet. Im selben Jahr nimmt der TSV zum ersten Mal an den Ferienspielen der Stadt Lollar teil. Diese Ferienspiele sind seitdem ein fester Bestandteil unseres jährlichen Programms.

Tolle Eindrücke bringen junge Turnerinnen und Turner vom Deutschen Turnfest aus der geteilten Stadt Berlin mit. Thilo Schleich erreicht Rang 2 bei den Kürturnern.
1988 endet zunächst die Ära des TSV auf Landesligaebene. Nach sechs Jahren und einem achtbaren Erfolg in der Liga startet die Mannschaft für einige Jahre in den Farben des TSV Krofdorf-Gleiberg, weil zwei Leistungsträger von dort kommen und einer von ihnen die geschäftliche Organisation übernommen hat. Außerdem wird vom Verein eine Mehrtagesfahrt nach Ungarn durchgeführt
Beim Hessischen Landesturnfest in Wiesbaden stimmt man sich 1989 auf das erste Deutsche Turnfest ein, das gleichzeitig von zwei Städten - Dortmund und Bochum -im Jahr 1990 ausgerichtet wird. Es ist das erste gesamtdeutsche Turnfest nach dem Untergang der „DDR".

1991 gründet sich eine (Ski-)Gymnastikgruppe für junge Frauen.
1992 haben wir eine neue Vereinsfahne, die die alte ersetzt. Diese wird pünktlich zur Jahreshauptversammlung anlässlich des 85jährigen Vereinsbestehens fertig und den Mitgliedern anschließend im Rahmen einer Tanzveranstaltung vorgestellt. Diese neue Fahne wird 1992 zum ersten Mal beim Festzug zur 750-Jahrfeier der Stadt Lollar getragen. Seit dieser Zeit kommt die Fahne regelmäßig bei den Deutschen- und Landesturnfesten zum Einsatz. Eine Rock'n'Roll-Abteilung wird gegründet und findet in den darauffolgenden Jahren regen Zuspruch. Ein Pokalturnen wird ins Leben gerufen, zu dem sich jährlich die besten Turner des Turngaus in Odenhausen treffen.

In den Jahren 1992 - 1994 turnen die Turner des TSV noch einmal erfolgreich in der Landesliga unter unserem Namen.
1993 unternimmt man einen Ausflug in den Thüringer Wald. Das Hessische Landesturnfest in Hanau wird besucht, wo unsere Kürturner an den Originalgeräten der Olympischen Spiele von Barcelona an den Start gehen.

Im Jahr 1994 startet man erneut den Versuch eines Ortssporttages in Odenhausen gemeinsam mit dem SV, der allerdings nur noch ein zweites Mal wegen fehlendem Interesse der anderen Ortsvereine ausgetragen wird. In diesem Jahr findet in Hamburg das Deutsche Turnfest statt. Die Unterkunft für die Odenhausener Turnerinnen und Turner liegt zwar sehr weit außerhalb, und die Schule ist restlos überfüllt, doch eine engagierter Hausmeister sorgt mit seinem Team praktisch rund um die Uhr für das leibliche Wohl der Gäste. So trifft man sich zum Austausch bei einem Bierchen in der Aula. Thilo Schleich erreicht im Pflichtwettkampf den 2. Rang.
1995 besucht man Gersfeld und das Kloster Kreuzberg in der Rhön.

90Jahre TSV heißt es 1997 mit einer Tanzveranstaltung am 11. Januar zu feiern. Später folgt die Ausrichtung eines Paarturnens des Turngaus Mittelhessen. Wetzlar lädt zum Hessischen Landesturnfest ein.


1998 reisen unsere Turner zum Deutschen Turnfest nach München. Am Fuß des Olympiastadions werden die Pflichtwettkämpfe in Festzelten ausgetragen.
Zu dieser Zeit findet auch, unter der Regie des TSV Tanzunterricht und ein Tanznachmittag statt, den eine Tanzlehrerin leitet.
Im Jahr 2000 tritt der Verein der Vereinsgemeinschaft Odenhausen bei.
2001 folgt das Hessische Landesturnfest in Bad Homburg, wo Gert Speier seinen Pflichtwettkampf gewinnen kann. Erstmals findet statt des Familienabends im Dezember ein Familiennachmittag mit Turnvorführungen im November statt.
Zu einer Chaos-Veranstaltung entwickelt sich der Faschingsball. Da der 1. Vorsitzende und der 1. Kassierer wegen Krankheit verhindert sind, der 2. Vorsitzende die Ansagen aus zeitlichen Gründen auch nicht übernehmen kann, findet sich ein Ersatz mit einem anderen Vorstandsmitglied. Kurz vor Beginn der Veranstaltung erkrankt auch noch ein Mitglied der Zweimann-Kapelle, der zweite Mann steht in einem Stau nach einem Unfall auf der Autobahn. In Windeseile wird ein Alleinunterhalter gefunden, so dass die Veranstaltung mit einiger Verzögerung doch noch über die Bühne gehen kann.
Mit Begeisterung berichten unsere Teilnehmer vom Deutschen Turnfest in Leipzig im Jahr 2002. Organisation und Herzlichkeit der Leipziger sind überwältigend.
Im Jahr darauf nehmen Schüler des Vereins bei einem Schauauftritt im Rahmen der HTV-Gala teil. Der Turngau feiert seinen 50. Geburtstag. Der Faschingsball findet zum vorerst letzten Mal statt.
2004 will die Stadt Lollar durch Absenkung der Hallentemperatur im Winter auf 15°C Energie sparen. Der Vorstand legt Widerspruch ein und verweist auf die erhöhte Verletzungsgefahr.
Das Deutsche Turnfest folgt 2005 in Berlin.

Odenhausen feiert sein 750jähriges Bestehen. An den Veranstaltungen der Vereinsgemeinschaft ist der TSV maßgeblich beteiligt. So wird auch zum 10. Mal das Gau-Bergturnfest ausgerichtet
Seit dem Jahre 2000 sind die Schüler- und Jugendturner des TSV sehr erfolgreich. Sie erringen mehrere Gaueinzelmeistertitel und werden mehrmals Gaumannschaftsmeister. Erfolgreichster Turner ist zur Zeit Dominik Bettray, der im Landeskader turnt und 2003 - 2006 Hessenmeister wurde und an den Deutschen Meisterschaften sowie internationalen Wettkämpfen in Ungarn teilnahm.

Weitere erfolgreiche Turner, die den Namen TSV Odenhausen in den vergangenen Jahrzehnten auch über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht haben sind:
Fritz Karber - Werner Zimmermann - Willi Schmiedel - Walter Kraft - Gerhard Speier, Dirk Speier, Gert Speier und Ferdinand Jelli.

Bei einer Mitgliederzahl von ca. 400 Personen betreuen wir zur Zeit Eltern und Kind-, Schülerinnen-, Schüler-, Jugend-, Frauen- und Männer-Abteilungen.
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